Worte, die bleiben
Zum stillen Gedenken
Wie zerbrochen ist der eigne Geist?
Und welch Werk lässt sich aus Scherben bauen?
Sind sie wirklich nur zum Funkeln da ,
wenn Mondlicht sich am Glas zerbricht?
Erdrosselt Stimmen schrei´n in Leere,
klingt Melodie im wandlos Raum?
Wie gern würd ich die Stille hören,
doch rauscht das Blut zu laut durch Kopf.
Heut ist mein Gesicht zerbrochen,
Stunden hob ich Scherben auf,
Ich leimte es mit billigst Kleber,
und pinselt etwas Goldstaub drauf,
Wie schön ich nun im Mondlicht glänze,
ein wunderschöner Scherbenmensch.
Wie leid mir all die Wesen tun,
deren Gesicht noch keine Risse kennt!
„Scherbenmensch" ist ein Gedicht aus der Kategorie Trauer/Kummer/Schmerz von LuciaR, veröffentlicht am 31. Oktober 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© LuciaR
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