Verdammt, es ist schon wieder dieses Problem,
das sich wie ein Schatten
durch mein Leben dehnt.
Liebe, die einst wie ein Sternenlicht begann,
wurde zum Sturm, der alles zerstören kann.
Ein Herz, das einst in Farben strahlte,
nun in grauen Schleiern sich verzweifelt malt.
Narben, die tief in der Seele brennen,
doch niemand kann sie von außen erkennen.
Die rosarote Brille, ein trügerisches Spiel,
verfärbt die Wahrheit, macht Täuschung zum Ziel.
Ich sah uns, doch nicht wirklich mich,
ein naives Kind, das von Liebe spricht.
Wie oft habe ich mich selbst verloren,
in deinen Worten, die aus Gift geboren.
Du warst der Sturm, ich das Blatt im Wind,
ein Mädchen, für Rationalität grad blind.
Du nanntest es Liebe, ich nannte es Schmerz,
du hast gebrüllt, ich flehte mit leerem Herz.
Deine Wut, ein Feuer, das alles verzehrt,
meine Tränen, ein Fluss, der sich füllt, nie mehr leert.
Liebe ist das, was meist mit Glück beginnt,
mit dir aber eine schlimme Wendung nimmt.
Es ist unbeschreiblich schwer, sich selbst einzugestehen,
dass dieser eine Mensch,
von dem man glaubte, ihm am nächsten zu stehen,
bei dem man sich eigentlich geborgen und sicher fühlt.
Doch was ist, wenn nicht
Wenn genau diese Person gefährlich für mich ist .
Nicht jeder kann, kaum einer wird es verstehen
Was lässt mich denn bleiben,
Was hindert mich zu gehen?
Weil es mir so erscheint ,
mir nicht anders jetzt übrig bleibt,
zwinge ich meine Seele
dass sie nur lautlos um Hilfe schreit.
Es ist nicht nur die körperliche,
auch emotionale und seelische Gewalt.
Sie richten Schaden an,
den man so schwer
überleben und oder heilen kann.
Wunden so groß, die brauchen sehr viel Zeit,
bis der Schmerz langsam,
so wahnsinnig langsam ,
wieder nachlässt,
vielleicht aber auch für immer bleibt.
Doch ist diese Heilung sehr einsam,
denn kälter als kalt ist die Mauer die mich schützt ,
die so schnell
niemanden mehr an mein Herz ran lässt.
denke ich heut an die Vergangenheit,
seh ich unsere Zeit zu zweit
mit ganz anderen Augen.
Wäre ich nicht dabei gewesen,
würde ich mir selbst nicht glauben.
In meiner Erinnerung seh ich mich,
doch irgendwie auch nicht.
Wie ein naives, dummes Kind,
das von großer Liebe spricht.
Aus welchem Grund auch immer glaubt,
dass sie glücklich ist.
Und wenn nicht, selber Schuld daran ist.
Wenn ich mich selber dabei sehe,
wie ich blind über Jahre durch die Hölle gehe,
ich sehe Angst und Verzweiflung,
sehe unzählige Tränen.
Ein Mädchen, dem all die Dinge
wie Mut und Selbstwert fehlen,
wie jede Menge Wut und Frust sie stattdessen quälen.
Von Anfang an, die ganze Zeit,
so viel Hilflosigkeit,
Hoffnung kaum greifbar,
stattdessen Einsamkeit.
Nicht die Kraft, um Nein zu sagen.
Sie war zu schwach,
und darum geschahen Dinge,
gegen die man sich eigentlich wehren würde.
Die klare Sicht war schon die erste Hürde.
Die hat sie leider lange nicht geschafft.
Zu hoch die Mauer,
zu schwer das Gewicht.
Sah mir selber deshalb zu,
wie in mir drin unaufhaltsam alles zerbricht.
Als ich das erste Mal erlebte,
wie du von null auf hundert einfach explodierst,
wegen einer simplen Kleinigkeit übertrieben eskalierst,
hätte ich sämtliche Gefühle am liebsten schnell wieder storniert.
Leider war ich zu dieser Zeit
emotional schon abhängig von dir.
Ich wollte möglichst nicht riskieren,
mit dir wegen irgendwas zu diskutieren.
Du sahst auch allgemein nicht so gerne ein,
nicht im Recht zu sein.
Konntest in so einem Fall
unberechenbar und furchteinflößend sein.
Du nennst das Temperament,
ich nenn es impulsiv aggressiv.
Du hörst nicht auf zu schreien,
obwohl du Tränen in Strömen fließen siehst.
Ich sitz am Boden, fleh dich an,
weil ich kaum noch atmen kann.
Bitte hör doch auf zu schreien.
Du sagst, meine Heulerei
macht dich wütend umso mehr.
Lass mich doch bitte kurz alleine,
das wäre wirklich fair.
Mich zu beruhigen,
solange du brüllst,
fällt mir leider ziemlich schwer.
Jedes Mal erklärst du mir dann:
Es liegt nicht an dir.
Lehnst dich locker gegen den Rahmen dieser Tür.
Es liegt nur an mir,
wenn du wieder explodierst.
Ich hab dich ja wieder provoziert.
Hätte ich mal so geheult,
nicht hyperventiliert,
dann hättest du so auch nicht reagiert.
Fühl mich hilflos,
sitz auf dem Boden vor dir
wie ein krepierendes Tier.
Überheblich, erniedrigend
stehst du über mir.
Ich wünschte, du würdest gehen,
und ich wäre sicher hinter dieser,
leider nicht geschlossenen Tür.
Nun wag es dir nicht mehr zu sagen,
die Schuld liegt bei mir.
Es ist nicht mehr zu ertragen.
Mein Herz, es verliert
mit jeder Lüge von dir
jede Hoffnung, denn wir
leben nebeneinander her.
Die Liebe, die da war,
ist lange schon leer.
Das wurde mir klar.
Denn es kam der Tag,
so lange schon ersehnte ich ihn.
Wo alles, was mir je an dir lag,
weggespült ist von all den Tränen.
Ich habe keine Angst mehr
vor deiner Wut.
Wo einst ein Feuer in mir war,
ist Leere, und das ist gut.
Du und ich, zu Angesicht,
ich seh dich an und fühle nichts.
Dass ich jetzt darüber spreche,
bevor ich endgültig daran zerbreche,
das ist meine Tür nach draußen.
Brauche Luft,
brauche Freiheit,
Ruhe und Klarheit.
Denn ich habe kaum noch Kraft zu atmen.
Wenn ich hier noch länger bleibe,
mein Leben mit deinem länger teile,
übersteh ich das vielleicht
noch winzige Weile.
Doch wer weiß,
wie lange ich noch am Leben bleibe.
Schmetterlinge sind zu fliegen bestimmt.
Warum aber bleibt man viel zu lang,
lässt sich seine Flügel brechen,
so schwächen,
dass man sein wahres Ich verliert?
Bis man sich von Herzen wünscht,
diese eine Frage,
„Hey, wie ist dein Name?“,
nie beantwortet zu haben.
Wären wir von Anfang an
einfach fremd geblieben,
würden all diese zerbrochenen Scherben
im Leben einer anderen liegen.
All meine Gefühle verlernte ich,
selber zu deuten, zu erkennen.
Du sagtest immer zu mir,
du würdest mich so viel besser kennen.
Du hast es geschafft,
mich aus mir selbst zu verdrängen.
Lass es uns klipp und klar benennen:
Du hast mich zu deinen Gunsten gebrochen.
Du hast Scheiße gebaut,
und ich kam angekrochen.
Hab jedes Mal geglaubt,
ich trage die Schuld für dein Verhalten,
bin der Grund, wenn wir streiten.
Ich habe schreiend geweint,
bis ich keine Luft mehr bekam.
Du hast schreiend gemeint,
ich sei erbärmlich und arm.
Für immer bleibt ein Teil von mir zerstört.
Doch bin ich befreit
von dem Dämon,
der zu dir gehört.
Nimm all meine Trümmer,
um dich an mich zu erinnern.
Geh und erlebe Glück im Überfluss.
Oder fall von mir aus tief,
so tief, dass du Verzweiflung atmen musst.
Sei arm oder reich,
ist mir gleich.
Nur eins wünsche ich mir
Bitte bleib
so weit weg wie möglich
von mir.
„Den Narzisten überlebt" ist ein Gedicht aus der Kategorie Trauer/Kummer/Schmerz von Jody, veröffentlicht am 4. September 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Jody
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