Die Schönheit unserer Sprache in Versen

Tag der deutschen Sprache

5. April 2019

Künnigung

Mein liber Schef, ich künnige,
das is mein allerletzes Word,
auch wenn ich mich versünnige,
von diesen Laden muss ich ford.

Hab hier geschufdet jeden Tag,
als Joornalist rund um die Uhr,
für diese Zeidung, die mir lag,
ging ich so libend gern auf Tur.

Doch ich kann es nich erdragen,
das wissen sie auch ganz genau,
wenn sie immer laudhals sagen,
mein deudsch is under aller Sau.

Ich will das nich mehr lenger hörn,
will entlich einen neuen Jop,
werd sie auch sicher nie mehr störn
die Arbeid hier, sie war ein Flob.

Ardikel schreip ich auch nich mehr,
werd jetz Leerer inne Schule,
die Schüler liben mich dordt seer,
machen nich wie sie, Bambule.

Die Künnigung, die bleipt besteen,
ich neem sie keinesfals zurück,
werd ersmal schön in Urlaup geen,
un Apstant neem, ein ganzes Stük.

Hochachdunksfoll
Joornalist Wilhelm Trot-Tell

© Horst Rehmann

„Künnigung" ist ein Gedicht aus der Kategorie Lustige Gedichte von Rehmann, veröffentlicht am 5. April 2019 auf Gedichtesammlung.net.

© Rehmann

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Rehmann Lustige Gedichte 2 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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2 Kommentare

Rehmann
Rehmann Autor Poet Laureat
05.04.2019
Danke Ewald !!!
LG
H. Rehmann
Ewald Patz
Ewald Patz Dichterlegende
05.04.2019
Hallo Horst!
Wirklich sehr schön.

Ewald

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