CHARME DES ALLTÄGLICHEN
Ein Clochard in Paris ,
am Ufer der SEINE ,
litt jahrelang an einer Migräne.
`Ne Flaschenpost im Ufersand,
er eines Tages plötzlich fand:
"Je tàime encore - glaube es mir ,
ich sehne mich so sehr nach dir ".
Voilà ----- seine Migräne
schwamm plötzlich weg - auf der Seine.
Am Ufer des RHEINS, ich sah es genau
saß weinend eine alte Frau ,
flußabwärts sie sah ihre Jugend fortrinnen,
kein Mann das versteht - sie war wie von Sinnen.
Am Ufer der DONAU saß ein Mann,
der glaubte dass er dichten kann.
War überzeugt , daß er erleuchtet,
bloß über ihm die Laterne nur leuchtet.
Am Ufer der ISAR ein Kind laut auflachte,
es absolut an gar nichts dachte,
warf Kieselsteinchen und tollte herum,
doch manche Passanten die fanden das dumm.
Am Ufer der SPREE , so klitzeklein
saß ganz allein ein Viruslein.
Verbittert , sauer , resigniert
weil es ---- laut Studie , nicht mutiert.
„CHARME DES ALLTÄGLICHEN" ist ein Gedicht aus der Kategorie Lustige Gedichte von G . . . ., veröffentlicht am 9. November 2022 auf Gedichtesammlung.net.
© G . . . .
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