Die Schönheit unserer Sprache in Versen

Tag der deutschen Sprache

11. Juni 2015

Da stand die volle Schale

Da stand die volle Schale
mit frischem Quellwasser,
angewärmt mit Sonnenstrahlen
im Garten an der Gasse.

Da kam die Katze Leonie
und wollte davon trinken,
doch irgendwas erstaunte sie
und ließ sie niedersinken.

Die Amsel hüpfte flugs hinein
um darin zu baden,
das Wasser spritzt im Sonnenschein,
als wär sie eingeladen.

Die junge Amsel tauchte
hinein und wieder auf,
mit ihren Flügeln plantschte
sie auf das Wasser drauf.

Geduldig sah die Katze zu,
wie keck die Amsel badet,
Idylle lag in dieser Ruh,
sie hat ihr nicht geschadet.

Es glitzerten im Sonnenlicht
wohl tausend Wassertropfen
rund um das Federkleidchen dicht,
so wie die Flügel klopften.

Die Amsel hat sich schnell erfrischt,
und sieht sich gar nicht um,
die Katze hat sie nicht erwischt
und lässt das Vöglein tun.

Als sie aus der Schale stieg,
flog die Amsel fort,
und die Katze Leonie
trank ihr Wasser dort.

(c) Vera-Regina

„Da stand die volle Schale" ist ein Gedicht aus der Kategorie Kindergedichte von Gast, veröffentlicht am 11. Juni 2015 auf Gedichtesammlung.net.

© Gast

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