Ich schlafe gern und stundenlang
komme morgens schwer in Gang,
wenn der Kaffeegeruch mich weckt,
wird sich erst mal durchgestreckt.
Langsam setzt das Gehirn dann ein,
sagt mir spontan, das erste Bein
sollte sich schon mal bewegen,
doch eigentlich möchte es sich nicht regen.
Ich bin schon fünf Minunten wach,
die Arme sind noch schwer und schwach,
ich merke auch, dass mein Geist,
noch nicht im Tagesmodus kreist.
Der Rücken meldet leichte Schmerzen,
ich bin nicht aufgelegt zu Scherzen,
die Augenlider sind noch schwer,
die Morgensonne blendet sehr.
Ich blinzle an die Zimmerdecke,
an der ich ein Spinnennetz entdecke,
und denke gerade: Das ist ein Witz!
Ich sitze kerzengrad im Schneidersitz.
Eine Spinne über mir im Bett,
finde ich nun gar nicht nicht nett.
Das ist kein Spaß, - jetzt muss ich raus,
denn Spinnen mag ich nicht im Haus.
„Der frühe Vogel kann mich mal" ist ein Gedicht aus der Kategorie Gute Nacht / Guten Morgen von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 10. September 2018 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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