Wenn Verse golden fallen

7. Februar 2021

Sieht er denn garnichts mehr

Kann er die Menschheit überhaupt noch lieben,
der alte Mann mit Bart auf Wolke sieben.

Sind ihm die Christen, Hindus und Buddhisten längst egal,
sieht er nicht wie sie leiden unter Geiselnahme, Kriege, Marterpfahl.

Hat er es mit den Augen, oder ist er gar schon blind,
das Elend dieser Welt erkennt doch längst ein jedes Kind.

Reiche werden immer reicher, Arme immer ärmer,
das Klima wandelt sich, der Globus wird ständig wärmer.

Ist so etwas tatsächlich, ernsthaft sein Wille;
hat er denn wirklich keine gute Brille?

Selbst Politiker regieren skrupellos, ohne jegliches Gewissen;
will er davon denn überhaupt nichts wissen?

So langsam aber sicher kann man meinen,
der Erdball ist für ihn nur noch ein Haufen Dreck;
wenn er total erblindet, - oh Schreck,-
schmeißt er unsere geliebte Kugel dann ganz einfach weg?

© Horst Rehmann


„Sieht er denn garnichts mehr" ist ein Gedicht aus der Kategorie Gesellschaftskritik von Rehmann, veröffentlicht am 7. Februar 2021 auf Gedichtesammlung.net.

© Rehmann

Sammlung 61 Aufrufe
Rehmann Gesellschaftskritik 0 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
Teilen: Facebook X WhatsApp
Anzeige

Ähnliche Gedichte

ÄHNLICHE GEDICHTE

✍️
Schreibst du selbst Gedichte?

Veröffentliche deine eigenen Werke kostenlos und teile sie mit einer Gemeinschaft, die Poesie liebt — in nur wenigen Minuten.

Jetzt kostenlos veröffentlichen →

Kommentare

Noch keine Kommentare — schreibe den ersten!

Bitte melde dich an um zu kommentieren.

Anmelden
Anzeige
Login
Gedicht des Tages

11. Sonett: abab bcbc cdcd ee anhand Spenser Aus Weizen wird das paradiesische Brot. Es gibt auf Feldern noch keine hold…

Gedicht lesen
Anzeige
Meist gelesen · Gesellschaftskritik
Aktiv in · Gesellschaftskritik