Worte, die bleiben
Zum stillen Gedenken
*Fake-Accounts*
Immer mehr im Internet,
woher auch immer diese kamen,
sieht man – und ich finds nicht nett –
User mit seltsamen Namen.
Ob Facebook, Instagram und X,
in allen Medien und Foren
geht oft mit vollem Namen nix;
Identitäten gehen verloren.
Dazu stellt sich mir die Frage:
Muss der Trend jetzt dahin gehen?
Ist man nicht mehr in der Lage
mit echten Daten da zu stehen?
Von „Arnie2“ bis „Zoey7“
liest man oftmals Kommentare;
kaum einer ist real geblieben
und meist bezweifeln sie das Wahre.
Doch woran liegts, dass das so ist?
Ists die Angst, sich zu blamieren?
Fürchtet man für seinen Mist
die Diskussion dann zu verlieren?
Furcht vor realer Konsequenz,
wenn man Beleidigendes schreibt?
Ist grad das dann die Essenz,
die am Ende hängen bleibt?
Geht es nur ums Provozieren,
ums grundsätzlich dagegen sein?
Müssten sie sich sonst genieren,
schreibt man womöglich Unfug rein?
Oder denken sie tatsächlich so,
sinds Rassisten, Radikale, Ungeheuer?
Hat man Angst vor dem K.O.,
oder ists nur Paranoia?
Jedenfalls halt ichs für feige
sich zu verstecken hinterm Nick.
Das Vertrauen geht zur Neige,
hat keine Echtheit man im Blick.
Man tritt nur wahrlich in Erscheinung
mit echtem Namen, wenns um was geht.
Denn welchen Wert hat eine Meinung,
wenn man nicht ganz dahinter steht?
DerPoet (02/26)
Bild: pixabay
„FAKE-ACCOUNTS" ist ein Gedicht aus der Kategorie Gesellschaftskritik von Chris Peter, veröffentlicht am 1. November 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Chris Peter
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