Jugend, warum weinst du, sprich geschwind
lieber lache, singe, tanze mit dem Wind
ist die Insel deiner Träume früh zerstoben
haben Menschen, Dinge dich betrogen
Vater, Mutter haben zärtlich dich geliebt
dich zusammen sanft gewiegt
doch auch gute Worte brennen
so sie Wunden klar benennen
Wachsen, Reifen, Werden im geduldig Warten
Körper, Geist und Seele pflegen wie den Garten
offen nimmt die Erde auf: Samen, Sonne, Regen
unter stiller Ruh’ keimt leise neues Leben
Bunt Geflimmer, stetes Rieseln vieler Töne
trübe wird der Blick für alles Schöne
laut Gedröhn und hastig Zeiten
können schwer zum Guten leiten
Und die Seele schreit dafür...
Meine Insel, Gott, ist tief in dir
sicher, fest bin ich darin geborgen
darf dir nennen Freuden, alle Sorgen
Du hilfst hohe Wogen glätten
lässt mich brechen starke Ketten
deine Worte stützen auf dem rechten Weg
sei es auch ein harter, schmaler Steg
Ich will versuchen ihn zu geh’n
dazu hast du mich auserseh’n
niemals leb’ ich dir vergebens
Liebe, Insel du, im Meer des Leben
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