Zwischen Licht und Dunkel

7. April 2010

HIMMEL UND MEER

Umfasset mich, Wellen des Meeres.
Kühlet die Hitze meiner Leidenschaft,
spült die heißen Tränen der Enttäuschung,
mildert das pochende Verlangen meiner Lenden.

Tragt mich, Schwestern des Ungestüms.
Haltet mich fest im Traum des ewigen Fließens.
Werft mich nicht an das Land der Erkenntnis,
der bitteren Einsicht und der dunklen Vorwürfe.

Großes Wasser, geliebte Mutter des Seins
gib ab von deiner Macht und trage mich empor
im lustvollen Auf und Ab deiner kraftvollen Arme,
dahin gleitend, prickelnd wie die Schaumkronen.

In deinem Spiegel schaue ich den Himmel.
Erkenne mich selbst in dem Veränderlichen,
in dem Hell und Dunkel, dem Hoch und dem Tief.
Danke Meer, danke Himmel, ich fand zu mir.

FvB
(c) Flora von Bistram

„HIMMEL UND MEER" ist ein Gedicht aus der Kategorie Allgemein über die Hoffnung von Gast, veröffentlicht am 7. April 2010 auf Gedichtesammlung.net.

© Gast

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Gast Allgemein über die Hoffnung 0 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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Gast

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