Ich sehe das hübsche Haus am See,
durch die kahlen Bäume schimmern.
In den Kristallen, auf dem verharschtem Schnee,
bricht sich das Licht, aus einigen Zimmern.
Ach, wie gern würde ich es kaufen,
unser Haus, - aus der Vergangenheit.
Bin oft im Garten herumgelaufen,
für mich war es die schönste Zeit.
Kindheitsträume werden wach.
Hier hab´ ich geträumt, geweint, gelacht.
In meiner Kammer unter dem Dach,
habe ich so gern Zeit verbracht.
In der gemütlichen, warmen Küche
haben wir oft zusammen gesessen.
All´ die herrlichen Gerüche,
kann ich bis heute nicht vergessen.
Ich erinnere mich an Mutters Heringstopf,
den habe ich vorher so gern probiert.
An den leckeren, warmen Hefezopf,
den sie zum Frühstück uns serviert.
Wer mag wohl heute darin wohnen?
Ich schaue auf das Klingelschild.
Ein Blick ins Innere würde sich zu lohnen.
Mein kleines Herz klopft gerad´ wie wild.
Hinter der Haustür gedämpfte Stimmen.
Durchs Fenster schaut ein Kinderkopf.
Ich lass mich nicht von Angst bestimmen
und drücke auf den Klingelknopf.
Der Familienvater gewährt mir Einlass.
Ich schaue mich um, nach langer Zeit.
Du meine Güte, das ist ja krass!
Ich erhalte Einblick in die Vergangenheit.
„Ein Blick in die Vergangenheit" ist ein Gedicht aus der Kategorie Erinnerungen & Nostalgie von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 3. Januar 2020 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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5 Kommentare
LG und einen schönes Restsonntag.
Ich lese Deine Gedichte halt sehr gern.
Liebe Grüße von Daniela
Christian