Perpetuum
Solange du noch bei mir bist,
kann für uns kommen, was da will.
Zwar hält die Uhr die Zeit nicht still,
gemessen wohl an Stunden Frist
die allemal allein vergehn.
Mal rasend schnell und wie von selbst.
Durch Hände Sand, den du nicht hältst -
wohin, dies wird man einstmals sehn.
Solange du noch bei mir bist,
ist alles andre so egal.
Der Weltenrest beinah banal,
selbst, wenn das Rundumuns oft trist.
Doch keiner nach Befinden frägt,
weil es ja niemanden mehr gibt
in unsrem Leben, der noch liebt,
wenn Emotion an Ästen sägt
die doch so knorrig schon und alt.
Verzeih mein Lieb, wenn ich gefehlt.
War es mein Herz nur das gewählt
die Zeit mit dir die dergestalt
solange du nur bei mir bist -
wie kostbar diese Zeit nun ist.
Und in der Schale aus rubingefärbtem Glas
die Äpfel herbstgereift so süß und rot.
© Uschi Rischanek
Text/Bild/Rezitation
Music: Jerome Chauvel
„Perpetuum" ist ein Gedicht aus der Kategorie Dankbarkeit von Uschi R., veröffentlicht am 3. September 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Uschi R.
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