Worte, die bleiben
Zum stillen Gedenken
Stürmische Zeiten
Er macht´s wohl irgendwie keinem recht,
der Wind, meist unbeliebt, für alles schlecht.
Ganz gleich zu welchen Jahreszeiten, man versucht Kontakt zu meiden,
denn bei allem was wir machen, dämpft er die Freude und das Lachen.
Beim Fahrrad fahren bremst er aus,
weht er zu stark, will keiner raus,
machst du den Schirm auf, fliegst du fort,
als Sturm schmeißt er faßt alles um, schafft´s im Akkord.
Den Wüterich wohl keiner ehrt,
man hat kaum Halt wenn er so zerrt.
Und manchmal lässt er´s richtig krachen,
verteilt Straßenmüll und andere Sachen.
Sitzt man im Garten am schattigen Fleck,
dreht er den Sonnenschirm uns weg;
er ist ein unbequemer Gast
und fällt bei allem stets zur Last.
Er bläst den Hut vom Kopf und zieht,
man weiß nicht wie´s um ein´n geschieht.
Dachziegel werden zum Geschoss... Gefährlich !
Kein Zug fährt bei der Deutschen Bahn... Mal ehrlich !
Nur selten meint er´s mit uns gut,
Windräder würden sich ohne ihn nicht dreh´n.
Wirtschaftlich kann er von Nutzen sein,
eine günstige Energiequelle, positiv geseh´n.
„Stürmische Zeiten" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Jens Gottschall, veröffentlicht am 1. November 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Jens Gottschall
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