Worte, die bleiben

Zum stillen Gedenken

17. Mai 2015

SPIEGELSCHERBEN BEI VOLLMOND

Buckliger, begegnete man dir zum ersten Hahnenschrei, so säe die Bohnen in ungerader Zahl, noch ehe dem Meineidigen eine Warze wächst oder der Wind ausgekämmte Haare verweht. Kehricht, trug man dich noch spätabends vors Haus, so kreuze die Finger dem Mistelzweig zu, dass Elster und Kauz nicht vom Dache schreien Beim Hufschlag der Pferde vor Mitternacht. Regenbogen, verfluchte man dreimal den Teufel unter dir, so drehe dem Toten das Gesicht gegen Tag, damit keine Flamme den Drudenfuß blende und er zu Walpurgis die bösen Geister übersieht ... © Jenno Casali

„SPIEGELSCHERBEN BEI VOLLMOND" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Jenno Casali, veröffentlicht am 17. Mai 2015 auf Gedichtesammlung.net.

© Jenno Casali

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Jenno Casali Sonstige Gedichte 0 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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