Zwischen Licht und Dunkel

26. Oktober 2026

AUF DEN WEGEN UNSERER JAHRE

AUF DEN WEGEN UNSERER JAHRE

Wir kamen mit leeren Händen
und einem Herzen voller Fragen…
betraten Wege
die noch keinen Namen trugen…

Das Leben reichte uns seine Früchte…
manche süß
wie der erste Atemzug des Frühlings…
andere bitter
wie das Wasser versiegender Quellen…

Wir tranken aus den Kelchen des Glücks
und wuschen unsere Wunden
im Regen der Enttäuschung…

Trugen den Sommer auf unseren Schultern
und den Winter
in den verborgenen Kammern unserer Seele…

Wir bauten Häuser aus unseren Träumen…
doch manche Dächer
trug der Wind davon…
und unter ihren Trümmern
begruben wir ein Stück unserer Unschuld…

Manchmal saßen wir
an den reich gedeckten Tafeln des Lebens…
kosteten von seinen süßesten Gaben
und gingen dennoch
mit hungrigen Herzen fort…

Wir bestiegen die höchsten Berge
um den Horizont zu berühren…
durchquerten Täler
in denen selbst unsere Schatten
uns zu verlassen schienen…

Wir sammelten die Jahre
wie Steine am Ufer eines Flusses…
manche glatt
von den Händen des Glücks…
andere scharf
von den Dornen vergangener Tage…

Und je mehr wir fanden
umso schwerer wurden unsere Hände…
doch tief in uns
blieb eine namenlose Sehnsucht
die keinen Ort kannte…

Vielleicht waren wir längst
durch ein unsichtbares Band verbunden…
wie die Wurzeln alter Bäume
die einander tief unter der Erde berühren…

Doch unsere Augen
suchten hinter fernen Bergen
und unsere Schritte
gingen weiter…

ohne zu ahnen
wie nahe uns war
wonach wir uns sehnten…

Wir fragten den Wind
wohin unsere Unruhe zog…
doch er trug nur
die Stimmen vergangener Jahre davon…

Wir fragten die Sterne
wo unsere Suche enden würde…
doch sie schwiegen
wie alte Weise
die ihre Antwort längst kannten…

Und so gingen wir weiter…
von einem Morgen zum nächsten…
durch das Blühen und Vergehen
durch das Kommen und Scheiden…

Bis unsere Schritte langsamer wurden
und wir eines Tages
am Ufer unserer eigenen Jahre
stehen blieben…

Da begriffen wir…

Nicht nach dem Gold der Erde
hatten wir gesucht…
nicht nach einem Himmel ohne Wolken
nicht nach Wegen ohne Steine…

Sondern nach einer Hand
die unsere Last mit uns trug…

Nach Augen
die unsere verborgenen Wunden sahen
und dennoch
mit Wärme auf uns blickten…

Nach einem Herzen
das uns nicht nach unserem Reichtum fragte
sondern nach den Geschichten
die unsere Stille bewahrte…

Denn was nützen dem Wanderer
alle Schätze der Welt
wenn niemand
seine Heimkehr erwartet…

Und was nützt dem Herzen
die ganze Weite des Himmels
wenn es nirgends
Geborgenheit findet…

So erkannten wir
was uns auf all unseren Wegen
gefehlt hatte…

Die Liebe…

Klara
25.10.2026

„AUF DEN WEGEN UNSERER JAHRE " ist ein Gedicht aus der Kategorie Philosophie & Lebensweisheit von Klara, veröffentlicht am 26. Oktober 2026 auf Gedichtesammlung.net.

© Klara

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Klara Philosophie & Lebensweisheit 0 Kommentare ~3 Min. Lesezeit
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Klara

Deutschland

Nicht alles, was die Seele bewegt, findet im gesprochenen Wort seine Heimat…

Manches verweilt im Verborgenen, wo Erinnerungen schweigen und die Sehnsucht keinen Namen trägt.

Dort, wo das Sichtba…

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