Die Schönheit unserer Sprache in Versen
Tag der deutschen Sprache
Mein Rasen ist nur noch welkes Gras,
und mein Bier verdunstet schon im Glas,
meine Suppe wird Gemüsebrei,
und die Wurst darin platzt laut entzwei,
auch am Tellerrand wird’s nicht kühler,
Bienen verbrennen sich die Fühler.
Fünfunddreißig Grad, das reicht dann wohl,
deshalb spring ich in den Swimmingpool,
doch weil ich selbst im Wasser schwitze,
zerplatzt mein Schwimmreif bei der Hitze,
so viel Wärme hab ich nie gemocht,
weil im Wasser fast der Hoden kocht.
Jetzt verschwinde ich erst mal im Haus,
und zieh meine Badehose aus,
denn nasser Stoff am Intimbereich,
macht alles was da hängt, schlaff und weich,
nackt geh ich wieder in den Garten,
und lasse mich - nahtlos - braun braten.
© Horst Rehmann
„Fünfunddreißig Grad" ist ein Gedicht aus der Kategorie Lustige Gedichte von Rehmann, veröffentlicht am 26. Juli 2022 auf Gedichtesammlung.net.
© Rehmann
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LG
H. Rehmann
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