Nazilieder schrill gegrölt.
Stiefelschritt und stolzer Blick.
Der Scheitel wurde durchgeölt.
Die Fahne weht, ganz frei von chic.
Männertreue wird gepflegt.
Das Schuhwerk wurde stramm geschnürt.
Wer die schönste Glatze trägt,
darf führen und ein jeder spürt´s.
Klare Richtung, kein Zurück !
Für den Kampf allzeit bereit:
"Weiß ist Kult: "Keine Kritik !"
Niemand wird vom Marsch befreit.
Auch der Feind ist ausgespäht.
Migranten sind der Meute Ziel:
"Deutschland den Deutschen", wird gekräht.
Manch Berserker hat Alkohol zu viel.
"Ausländer raus", wird auch krakeelt.
Polizei riegelt ab, das "Fremdenhaus",
mit Hitlergruß den Rückzug gewählt.
Der Mob zieht wieder trunken nach Haus.
(c) Olaf Lüken (16.12.2022)
„Irgendwo im Freistaat Sachsen" ist ein Gedicht aus der Kategorie Gesellschaftskritik von Olaf, veröffentlicht am 16. Dezember 2022 auf Gedichtesammlung.net.
© Olaf
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