Worte, die bleiben

Zum stillen Gedenken

24. Juni 2010

Nun liegt er da

Nun liegt er da, auf seinen Knien,
nach unten gebeugt, sein Bild in der Pfütze.
„Komm nur mit, brauchst nicht zu fliehn“,
zerren, ziehen. An den Armen, die er bräuchte zur Stütze.

Nun liegt er da, am kalten Asphalt,
nach unten gebeugt, sein Bild in der Pfütze.
„Selber Schuld, halt heißt halt“,
zerren, ziehen. Leblos, zu gar nichts mehr nütze.

Nun liegt er da, äußerlich kalt, innerlich leer,
nach unten gebeugt, sieht sein Bild in der Pfütze.
„Soll das so bleiben? Los, hoch, hinterher!“
Rappelt sich auf. Bricht zusammen. Die Arme verrenkt, hat keine Stütze.

Nun liegt er da, einige lachen, wenige weinen, die anderen gähnen,
nach unten gebeugt, das Gesicht in der Pfütze.
„Seht ihn euch an, wie arm, ertrunken an Tränen!“
Verrenkt seine Arme. Verschenkt seine Zeit. Ausweglos, ohne die Hoffnung, die ihn einst schützte.
(c) Makaveli85

„Nun liegt er da" ist ein Gedicht aus der Kategorie Allgemein über die Hoffnung von Gast, veröffentlicht am 24. Juni 2010 auf Gedichtesammlung.net.

© Gast

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Gast Allgemein über die Hoffnung 0 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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Gast

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