Die Schönheit unserer Sprache in Versen
Tag der deutschen Sprache
Stiller Klang
Es war einmal vor langer Zeit,
ein Klang durch all die Stille.
Durchdrungen nunmehr von ganz weit,
der Klang, der doch so zärtlich war.
Was nutzten nunmehr all die Lieder,
was nutzten all die Melodien.
So wie einstmals, dies kam nicht wieder,
denn mit der Zeit wurd er ganz leis.
Was birgt nur all mein Sehnen,
verklungen war schon lang,
vor endlos Zeit, all dies Erwähnen.
Erspürend in mir tief den Klang.
Verstummt so sehr was einst geeint.
Verstummt war nun im Widerhall,
vertrocknet Tränen, die geweint -
im Herzensmelodienschall.
© Uschi Rischanek
Text/Bild/Rezitation
Music: LiteSaturation
„Stiller Klang" ist ein Gedicht aus der Kategorie Abschied von Uschi R., veröffentlicht am 2. September 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Uschi R.
Veröffentliche deine eigenen Werke kostenlos und teile sie mit einer Gemeinschaft, die Poesie liebt — in nur wenigen Minuten.
Jetzt kostenlos veröffentlichen →Bitte melde dich an um zu kommentieren.
Anmelden
4 Kommentare
Liebe Grüße
G.
ich musste ein kleinwenig lächeln als ich deinen Kommentar las. Natürlich sind es all die vielen Erinnerungen und ja, du hast vollkommen recht dieses Gedicht entstand tatsächlich in einer Zeit voll Traurigkeit und Wehmut. Der Blick nach vorne und auf all das was noch kommen mag, mag uns aufrecht halten. Mein Lächeln da ich gerade dieser Tage so viele alte Alben 'entsorgt' habe. Ein großer emotionaler Aufwand für mich, doch ich beginne langsam aufzuräumen, man umgibt sich mit so vielem, das belastend und bedrückend ist. Die schönen Erinnerungen die trägt man in sich und die können einem auch nicht genommen werden. Ohne Empathie, ohne Emotionen könnten wir wohl alle nicht artikulieren was uns bewegt - möglicherweise mit ein Teil der Aufarbeitung was man tief in sich trägt. Nicht viele können das so wie wir, eine Art von Kompensation möglicherweise, wer weiß.
Dankeschön fürs Hineinfühlen und liebe Grüße,
Uschi
manchmal ist es schmerzhaft an all das, was einmal gewesen zu denken. Die Menschen die uns umgeben werden naturgemäß weniger im Laufe der Zeit. Liebe Poetenfreunde, die nicht mehr hier sind - ob es ein Hernach geben mag, wer kann schon sagen...?
Ich danke für Dein Hiersein und Reflektieren und staunte andernorts über die derzeit recht rauen Umgangsformen die dort zur Zeit herrschen. Das war früher viel respektvoller, unglaublich!
Liebe Grüße aus einem heute wieder recht sommerlichen Tag zu Dir!
Uschi