Die Schönheit unserer Sprache in Versen

Tag der deutschen Sprache

1. Januar 2021

Der Neujahrszug

Das alte Jahr rast wie ein Zug,
in einen Tunnel ohne Licht,
der letzte Ruf: „Ich hab genug“,
verhallt wie sein: „Vergiss mein nicht !“

Kaum ist das letzte Abteil fort,
kommt mit krachendem Getöse,
auf Gleis Zwei am gleichen Ort,
ein neuer Zug - als Ablöse.

Vorne steht der Name - Neujahr,
mit Glückssymbolen stark verziert,
gleich so, wie bei seinem Vorfahr,
dahinter zwölf Waggons platziert.

Die Ausstattung besteht noch nicht,
der Fahrgast muss sie selbst gestalten,
jedem wird es auch ermöglicht,
sich beim Ausbau zu entfalten.

Ist die Arbeit dann gelungen,
zwölf Waggons geschafft für wahr,
es blühen neue Hoffnungen, -
der nächste Zug ist schon sehr nah.

© Horst Rehmann

„Der Neujahrszug" ist ein Gedicht aus der Kategorie Neujahrsgedichte von Rehmann, veröffentlicht am 1. Januar 2021 auf Gedichtesammlung.net.

© Rehmann

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Rehmann Neujahrsgedichte 0 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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