Einst beschloß ein dickes Hühnerei:
„Ich will mal richtig was erleben,
bin ich aus dem Käfig erst mal frei,
werd ich mich gleich auf Tour begeben.“
Ich roll auf Stahldraht, ungelogen,
in eine mächtige Halle rein,
werde durchleuchtet und gewogen,
komm in einen Pappkarton hinein.
Schaukel dann mit zigtausend Eiern,
über Grenzen in das deutsche Land,
im Laster fahr ich bis nach Bayern,
komme zu dem Landwirt Josef Brand.
Sieben Tage war ich unterwegs,
lieg am Marktstand auf des Landwirts Tisch.
„Von wann sind die Eier ?" - fragt Frau Peetz.
„Die Eier sind bei uns - täglich frisch !"
© Horst Rehmann
„Täglich frisch" ist ein Gedicht aus der Kategorie Lustige Gedichte von Rehmann, veröffentlicht am 7. Februar 2020 auf Gedichtesammlung.net.
© Rehmann
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