"Anne, nimm es nicht so schwer."
"Rennt Heinz den Frauen auch hinterher?"
"Naja, er macht schon manchmal schlapp
und schafft es oft nur noch bergab."
"Oh, das lässt mich wieder hoffen",
antwortet Annegret betroffen.
"Weißt du was das verrückte ist?,
dass er die Namen jetzt vergisst.
Mich spricht er oft mit Gerda an.
Wer ist Gerda?, frag ich dann.
Er sagt: Ich weiß nicht so genau.
Vermutlich kennt er diese Frau.
Seit seiner Hüftgelenk-OP,
tut ihm auch scheinbar nichts mehr weh.
Gestern war er in einer Bar,
ich hab´ gefragt, wie ´s denn so war...
Nicht eine Frau sei dort gewesen,
nur die Wirtin, - hinterm Tresen.
Die Helga findet er ja ganz nett,
doch sie riecht oft nach Frittenfett."
"Dann soll er mal zu Roßmann gehen,
dort sind reichlich Frauen zu sehen.
Im Drogeriemarkt sucht auch jedermann,
nach Dingen, die keiner gebrauchen kann."
© Gudrun Nagel-Wiemer
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2 Kommentare
Gerne gelesen, Gudrun.
Ein Bar- Gedicht hab ich auch ( von G. vertont) und da könnte ich jetzt deine Malkunst gut gebrauchen ( ich selbst hab es probiert, eine Lady in red zu malen, aber das Ergebnis ist für den Papierkorb; deshalb war ich im Internet suchend umterwegs).
Danke für das Herzchen, Ingrid
Ich versuche immer ein Bild zu malen, aber oft fehlt mir die Zeit dafür. Aber das Internet hält ja viel für uns bereit. LG Gudrun