Wenn Verse golden fallen
Die Gastronome haben es schwer,
die Restaurants sind ziemlich leer,
trotz reduzierter Speisekarten,
muss man oft recht lange warten.
Herrmann hat kaum noch Personal
und zapft selbst in seinem Lokal.
Was Eduard total erstaunt,
sein Freund ist immer gut gelaunt.
Mit seiner Art öffnet er Herzen.
Er ist stets aufgelegt zu Scherzen.
Kein Wort über finazieller Not.
Seine Existenz ist auch bedroht.
Da Anne sehr gut kochen kann,
ist sie das Herzstück im Restaurant.
Oh, da kommt sie mit dem Teller.
Eddis Gesicht wird plötzlich heller.
Wie das duftet“, kommt er ins Schwärmen,
„damit kannst du mein Herz erwärmen.“
Anne schaut ihn strahlend an.
„Hiermit verführ´ ich jeden Mann!“
Jetzt ist Eduard perplex.
„Denkst du beim Kochen denn an Sex?“
"Erst gestern, sagte mein lieber Walter,
gutes Essen ist der Sex im Alter."
"Oh, ich träume von anderen Dingen,
die mein Blut in Wallung bringen."
Während die Köchin die Stirne runzelt,
sieht er, dass sein Freund Herrmann schmunzelt.
Folge 18
„Schwere Zeiten" ist ein Gedicht aus der Kategorie Humor & Satire von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 18. Februar 2022 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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