12. April 2010

Faschingszeit

Als König mimt der Eine,
den Herrscher der Nation,
zu Hause nörgelt seine Frau
bei jeder Reaktion.

Der Pirat mit dunklem Blick,
will jeden Mast erklimmen
in Wirklichkeit kann er nicht mal,
ohne Armreif schwimmen.

Die Hexe zetert leise,
ihr Bauch ist kugelrund,
in ihrem Job, da pflegt sie,
Todkranke kerngesund.

Der Knastologe tätowiert,
rasiert sich mit dem Messer,
im Job als Volksschullehrer,
da weiß er alles besser.

Die Böse wird zum Engel,
der Schwache kriegt die Macht,
kaum zu glauben, was bei uns
der Fasching möglich macht!

©Norbert van Tiggelen

(c) Norbert van Tiggelen

„Faschingszeit" ist ein Gedicht aus der Kategorie Gesellschaftskritik von Gast, veröffentlicht am 12. April 2010 auf Gedichtesammlung.net.

© Gast

Sammlung 55 Aufrufe
Gast Gesellschaftskritik 0 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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Gast

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