Diese Augen, die vollen Lippen,
die zarten Busen, wenn sie wippen,
wirken auf die Männer magisch.
Alles andere ist eher tragisch.
Die Herren, die ihr den Hof gemacht,
blieben oft nur für eine Nacht.
Die Männerwelt hat rasch erkannt,
es fehlt an Grazie und Verstand.
Nun sitzt sie da, in ihrem Kummer,
nicht scharf auf eine schnelle Nummer.
Sie träumt von einem netten Mann,
mit dem sie Kinder kriegen kann.
Ihre Freundin Judith redet schlau:
„Versuch es mal bei Bauer sucht Frau."
Sie rückt jetzt etwas näher heran.
"Wir sehen uns die Sendung an."
Beide schauen abends gespannt,
von der Stadt, hinauf aufs Land.
„Der Helmut ist ein starker Mann,
schau dir nur seine Muskeln an.
Der Bauer trägt dich auch auf Händen.
Hühner füttern, melken, Heu wenden,
das ist doch sicher kein Problem.
Auf dem Land lebt es sich angenehm.
Gönn´ dir mal eine Dating-Pause
und wende dich an Inka Bause.
Du musst nicht rumsitzen und trauern.
Es gibt so viele fesche Bauern.“
Gudrun Nagel-Wiemer
„Ein freundschaftlicher Rat" ist ein Gedicht aus der Kategorie Gesellschaftskritik von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 11. November 2021 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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