Sie ziehen mit ihren Laternen
durch ihre nasskalte Stadt,
um von Sankt Martin zu lernen,
der selbstlos gehandelt hat.
Sein Pferd musste vorm Bettler halten,
der schutzlos dastand im Schnee.
Er war ohne Kleidung und Nahrung.
Kälte und Blässe, au weh !
Martin zeigte sich kurz entschlossen.
Den Mantel durchschnitt sein Schwert.
Ritt weiter auf seinem Zossen.
Er hatte aufs Herz gehört.
Martin von Tours zeigte sich eilig.
Das Volk machte ihn heilig !
(c) Olaf Lüken (09.11.2022)
PS: Martin von Tours (316-397 n.Chr.). Er ging in
die Geschichte als erster Nicht-Märtyrer ein. Die
Heiligsprechung war zeitweise eine Angelegenheit
des Volkes.
Frankenkönig Chlodwig erklärte Martin zum
Reichsheiligen (Nationalheiliger Frankreichs).
Seine ursprüngliche Heimat war Pannonien. Das
Gebiet gehört heute zu Ungarn.
„Sankt Martin" ist ein Gedicht aus der Kategorie über die Freundschaft von Olaf, veröffentlicht am 9. November 2022 auf Gedichtesammlung.net.
© Olaf
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