Wenn Verse golden fallen
Keine Arbeit, nur noch Sorgen,
ja, wer denkt da gern an Morgen.
Die Zukunftspläne sind dahin,
er fragt sich nach des Lebens Sinn.
Das Leben zieht an ihm vorbei,
doch das ist ihm schon einerlei.
Nachts schläft er dann irgendwo,
in einem Bett aus Heu und Stroh.
Er kennt all´ die kleinen Brücken,
dort kann man zusammenrücken,
betäubt durch Wodka oder Rum,
erträgt er hier sein Schicksal stumm.
Diese kleine, weißen Pillen,
rauben ihm Verstand und Willen
und lassen ihn für Stunden schweben.
Die einzige Abwechslung im Leben...
Es gibt niemanden, der ihn vermisst
oder sich fragt, wo gerad´ wohl ist...
Manchmal denkt er noch an zu Haus
und blendet alles Schlechte aus.
„Manchmal denkt er an zu Haus" ist ein Gedicht aus der Kategorie Alltag & Lebensmomente von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 18. Oktober 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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