Die Schönheit unserer Sprache in Versen

Tag der deutschen Sprache

11. August 2026

Amselgesang

Amselgesang
Pixabay

Die welke Rose

liegt blass

im Buch der Erinnerung

es riecht nach Leder

ich lass mich umhüllen

von fern

singt die Amsel

fromme Lieder

nicht für mich

aber jeden Abend

sitzt sie

vor meinem Fenster

wir schweigen uns zu

*

08/2026

Worte (C) Ingrid Bezold

Foto: Pixabay überarbeitet mit Polish

„Amselgesang" ist ein Gedicht aus der Kategorie Alltag & Lebensmomente von Gast, veröffentlicht am 11. August 2026 auf Gedichtesammlung.net.

© Gast

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Gast Alltag & Lebensmomente 4 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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Gast

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4 Kommentare

Gast
Gast Autor
11.08.2026
Liebe Gudrun, wenn sie heute Abend wieder vor der Tür singt, frag ich sie mal....
eigentlich muss sie es sein; denn sie singt besonders laut, wenn ich sie nicht gleich begrüße, weil ich Tagesschau sehe. Sie fliegt immer zur gleichen Zeit an.
Schmunzel.....
Uschi R.
Uschi R. Meisterdichter
11.08.2026
Ganz fein verdichtet liebe Ingrid, was mich ein bisschen an Erich Fried erinnern lässt. Er war Meister darin mit ganz wenigen Worten ganz viel an Gefühl zum Ausdruck zu bringen, du vermagst dies ebenso. Alleine die Zeile 'wir schweigen uns zu' - chapeau!
Ich zolle dir meinen Respekt!

Liebe Grüße
Uschi
Gast
Antwort an Uschi R.
Gast Autor
11.08.2026
Danke, liebe Uschi für diesen schönen Kommentar. Darüber freue ich mich sehr.
Andernorts habe ich sehr viel Zustimmung zu diesen Zeilen erhalten und das hat mich auch überrascht.
Entstanden ist es eigentlich durch den Geruch nach Leder, der mich während eines Aufenthalts in einem Antiquariat an meine Kindheit erinnert hat. Da gab es einen kleinen Raum, den ich nicht betreten sollte; denn darin waren zwei preparierte Tiere aus Südamerika ( ein kleiner Alligator und ein Gürteltier, glaube ich )und ledergebundene Bücher. Und was verboten ist....na ja, du weißt schon.
Mit diesem Eindruck fuhr ich nach Hause und da stand singend die Amsel vor der Balkontüre.
Liebe Grüße in das schöne Österreich
aus dem Frankenland, in dem es immer noch zu heiß ist.
Ingrid
1
Gudrun Nagel-Wiemer
Gudrun Nagel-Wiemer Dichterlegende
11.08.2026
Woher weißt du, dass es immer dieselbe Amsel ist, Ingrid. Die sehen doch alle gleich aus....

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