Die Schönheit unserer Sprache in Versen
Tag der deutschen Sprache
Die welke Rose
liegt blass
im Buch der Erinnerung
es riecht nach Leder
ich lass mich umhüllen
von fern
singt die Amsel
fromme Lieder
nicht für mich
aber jeden Abend
sitzt sie
vor meinem Fenster
wir schweigen uns zu
*
08/2026
Worte (C) Ingrid Bezold
Foto: Pixabay überarbeitet mit Polish
„Amselgesang" ist ein Gedicht aus der Kategorie Alltag & Lebensmomente von Gast, veröffentlicht am 11. August 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Gast
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4 Kommentare
eigentlich muss sie es sein; denn sie singt besonders laut, wenn ich sie nicht gleich begrüße, weil ich Tagesschau sehe. Sie fliegt immer zur gleichen Zeit an.
Schmunzel.....
Ich zolle dir meinen Respekt!
Liebe Grüße
Uschi
Andernorts habe ich sehr viel Zustimmung zu diesen Zeilen erhalten und das hat mich auch überrascht.
Entstanden ist es eigentlich durch den Geruch nach Leder, der mich während eines Aufenthalts in einem Antiquariat an meine Kindheit erinnert hat. Da gab es einen kleinen Raum, den ich nicht betreten sollte; denn darin waren zwei preparierte Tiere aus Südamerika ( ein kleiner Alligator und ein Gürteltier, glaube ich )und ledergebundene Bücher. Und was verboten ist....na ja, du weißt schon.
Mit diesem Eindruck fuhr ich nach Hause und da stand singend die Amsel vor der Balkontüre.
Liebe Grüße in das schöne Österreich
aus dem Frankenland, in dem es immer noch zu heiß ist.
Ingrid