Wenn Verse golden fallen
eins bis sieben, armes mädchen
LEKEN KENE NEGU UGEN GENEK -
afrikanisch gedeutet
gemeint doch real
wirrtver im gefühl
dramatischhoch
gesteuerthormon
sie ist das opfer
noch immer kind
irgendwann groß
doch jetzt hingelegt
und hingeleckt
tätertrieb
mit kervehrten weltbildern
pick im dickskopf
doch will sie müssen
einkastrieren
und sperrenweg
viele verlangen
bei solchem verlangen
mich schuldig gemacht hab
reuecht
bald klar
sieht die kleine
das mädchen wird frau
aber welche
mit welchen gefühlen
mit welchen
erinnerungen
G.S. Sept 26
„eins bis sieben" ist ein Gedicht aus der Kategorie Angst von Gerd16, veröffentlicht am 22. September 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Gerd16
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3 Kommentare
Der Text scheint unlesbar zu sein, verwirrt!
Der Schlüssel dazu:
1. eins bis sieben bedeutet den Anstieg um jeweils eine Zeile, damit um die Belastung, der das Mädchen ausgesetzt ist.
2. Der afrikanisch anmutende Klang der Überschrift ist so zu dechiffrieren: 17 bestimmte Buchstaben wegnehmen, das ergibt die 5 Buchstaben LKNUG,. von hinten nach vorn gelesen findet man den Namen des Triebtäters, der zwar selbst seine Schuld zugegeben hat, den ich aus Diskretionsgründen nicht als Hinweis ganz oben haben wollte.
3. Wortverdrehungen bedeuten Verwirrtheit, auch verquere Gedankenwelten
tätertrieb --> Triebtäter
pick....wie aufpicken, auch Dickpic
einsperren, wegsperren, kastrieren,
4. verlangen (sowohl substantivisch als auch die schlimmen Phantasien des Pöbels)
5. reuecht...echte Reue oder die vom Verfeidiger empfohlene ?
Letztlich ging es mir nur um meine persönliche Aufarbeitung eines schrecklichen Themas, in dem ein Kind Opfer eines Pädophilen geworden ist und fortan mit dieser Last leben muss. Manche Kinder haben in dieser Situation sogar schon einen Schuldkomplex entwickelt.
danke dir für die ausführliche Erklärung. Jetzt erschließt sich mir die formale Konstruktion deines Gedichts noch einmal ganz anders. Besonders interessant finde ich, wie du Verwirrung und Belastung nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich und strukturell sichtbar machst.
Bei einem so schweren Thema ist diese bewusste Sperrigkeit durchaus nachvollziehbar.
Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, mir den „Schlüssel“ dazu mitzugeben.
Liebe Grüße
Klara
ein schweres Gedicht, das nicht leicht zu lesen ist und gerade deshalb nicht einfach vorbeigeht.
Besonders die letzten Zeilen haben mich getroffen:
„das mädchen wird frau
aber welche
mit welchen gefühlen
mit welchen
erinnerungen“
Darin liegt für mich etwas sehr Schmerzhaftes. Ein Kind wird irgendwann erwachsen, doch das Erlebte wächst nicht einfach mit ihm heraus. Erinnerungen, Ängste und Verletzungen können bleiben und einen Menschen weit über die Kindheit hinaus begleiten.
Auch die Wut, die in deinen Zeilen gegenüber dem Täter spürbar wird, kann ich sehr gut nachvollziehen. Umso stärker finde ich, dass dein Blick am Ende wieder ganz bei dem Mädchen liegt.
Ein eindringlicher Text über ein Thema, bei dem Wegsehen keine Antwort sein darf.
Danke, dass du auch solchen schweren Themen Raum gibst.
Liebe Grüße
Klara