Guten Morgen, Sonnenschein,
du strahlst schon zum Fester rein,
gut gelaunt, topfit und frisch,
sitze ich am Frühstückstisch.
Bei Kaffee und Hefezopf,
geht mir vieles durch den Kopf,
muss zum Feld und Erdbeeren pflücken,
hoffentlich kann ich mich bücken.
Es geht schon, sagt mir mein Gespür,
Pfingsten steht ja vor der Tür,
da steige ich in meine Schlappen
und werde mir ein Körbchen schnappen.
Es ist noch früh, erst kurz nach acht,
oh, wer hätte das gedacht,
Menschen ziehen durch die Reihen,
pflücken Beeren im Sonnenschein.
Zwischen den Reihen liegt feuchtes Stroh,
ein kleines Mädchen lächelt froh,
steckt eine Erdbeere in den Mund,
und sagt: "Die sind ja so gesund."
Schmunzelnd nicke ich ihr zu.
Was quatscht da unter meinem Schuh?
Eine Beere, herrlich reif und dick.
Was für ein dummes Missgeschick.
„Erdbeerzeit" ist ein Gedicht aus der Kategorie Humor & Satire von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 8. Juni 2025 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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