Augengläser für jedermann,
damit man besser sehen kann.
Für die Ferne und für die Näh´.
Durchblick ist für niemand passé.
Gläserlos sieht man verschwommen,
da man die Brille ihm abgenommen.
Der kleine Mann mit wenig Geld,
von einem Loch ins nächste fällt.
Sterbepauschale, Zahnersatz,
verloren ihren wichtigen Platz,
bei der Planung des Staatsbudgets.
Inhaltsleer wie mein Portemonnaie.
Beim Doktor zahle ich Eintrittsgeld.
Mein Kostendruck in die Höhe schnellt.
Bodenlos fällt der Freibetrag.
Inflation vernichtet Sparertrag.
Zehn Euro hier, zehn Euro dort.
Das Eis fällt weg, am Urlaubsort.
Selbst mit Brille fällt es schwer,
den Rest zu zählen, hinterher.
Was übrig bleibt vom Arbeitslohn.
Die Arbeitgeber verschärfen den Ton:
"Der Neue soll den Parkplatz kehren
oder sich zum Teufel scheren !"
Sozialer Raubbau ohnegleichen.
Schuften wir nur noch für die Reichen ?
Doch die Arbeitswelt, sie schreit:
"Was ich nicht weiß,
macht mich nicht heiß ."
(c) Olaf Lüken (03.08.2023)
„Den Durchblick verloren" ist ein Gedicht aus der Kategorie Gesellschaftskritik von Olaf, veröffentlicht am 3. August 2023 auf Gedichtesammlung.net.
© Olaf
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