Jedes Jahr im Spätherbst,
schlachten wir ein Schwein.
Opa schießt es nieder,
die Oma weckt es ein.
Mama freut sich auf die Mettwurscht,
- der Papa aufs Kottelet.
Meine Schwester freut sich gar nicht,
die Wurscht ist ihr zu fett.
Ich nehme dann den Ringelschwanz
morgens mit in die Schule,
und leg´ ihn vor dem Unterricht,
unter den Tisch von Jule.
Irgendwann wird ja die Jule
den Ringelschwanz entdecken
und sich in der Mathe-Stunde,
ganz fürchterlich erschrecken.
Im letzten Jahr lag er bei Klaus,
verpackt, im Zeitungsbogen
und ist dann im Unterricht,
aus dem Papier geflogen.
Zuerst ist er erschrocken,
dann hat er laut gelacht,
ich hab´ ihm als Entschuldigung,
´ne Knackwurscht mitgebracht.
Bild:GNW
© Gudrun Nagel-Wiemer
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5 Kommentare
Köstlich dann das Schlachtfest, das über den ganzen Winter noch sättigt: gepökelt, gesülzt, geräuchert, verwurstet und zu sonstigem vermarktet. (Ringelschwänzchen zum Ulken.)
Das Schwesterchen wird vegan ihr Müsli mit Reis, Dinkel und Hafer mixen.....Gerechte Lebensmittelverteilung am Hof.
Gefällt mir sehr, Gudrun. Ganz lieb, Christine.
Na, war wohl nix - ist schon ne Wurscht.
Heiter grüßt Dich
Ralph
Heitere Grüße zu dir, Gudrun