Zwischen Licht und Dunkel

24. Dezember 2014

Ich füttre die Spatzen

Sie sitzen in Senaten
Oder im Parlament,
Und freu'n sich diebisch wenn man
Sie Herr Minister nennt.

So wichtig sind die Leute-
Wie werden sie hofiert?
Sie fahren erster Klasse
Und sind perfekt frisiert.

Sie halten große Reden
Für gutes Honorar-
Kassieren als Lobbyisten
Noch zusätzlich in bar.

Ich sitz auf Stadtparkbänken
Frei unterm Himmelszelt
Und füttere die Spatzen-
Wie schön ist doch die Welt.

Ich füttere die Spatzen
Und sehe ihnen zu -
Ich seh wie sie sich zanken-
Sie geben keine Ruh.

Der mit der braunen Kehle,
Mit Frechheit und mit Glück,
Schnappt er vor allen andren
Sich stets das beste Stück.

Vielleicht ist er Minister
Dort in dem Spatzenreich-
Fühlt sich herausgehoben-
Die Andren sind ihm gleich.
(c) Ewald Patz

„Ich füttre die Spatzen" ist ein Gedicht aus der Kategorie Allgemeine Geburtstagsgedichte von Gast, veröffentlicht am 24. Dezember 2014 auf Gedichtesammlung.net.

© Gast

Sammlung 127 Aufrufe
Gast Allgemeine Geburtstagsgedichte 0 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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