Die aufgezwungene Einsamkeit
ist Anlass oft für Zank und Streit.
In der Ecke sitzt der Vater,
hat schon wieder einen Kater.
Schaut nur her, wie er dort sitzt
und den Alkohol ausschwitzt.
Kein Fußball, Billard oder Skat,
die Zeit ist für den Papa hart.
Nicht einen Nachbarn, den er sieht,
der Tag ist lang, weil nichts geschieht.
Er verbringt Stunden am PC,
vom Sitzen tut der Rücken weh,
ach, was wäre er doch froh,
könnte er ins Fitness-Studio.
Die Frau im Haushalt kocht und putzt,
fühlt sich schlapp und ausgenutzt,
wäscht die Wäsche, kauft noch rasch ein,
das Bier kommt ja nicht von allein.
Der Frust sitzt tief, muss endlich raus,
die Gute stolpert genervt ins Haus,
da legt sie los und macht sich Luft:
„Fass´ mal mit an, du träger Schuft!“
„Harte Zeiten" ist ein Gedicht aus der Kategorie Humor & Satire von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 15. Oktober 2020 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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3 Kommentare
Das macht aber wenig Freude allein.
LG
Ewald
Danke fürs Lesen und das Herz. LG Gudrun