Mein neues Zuhause, welch ein Jammer,
ist eine klitzekleine Kammer,
ganz oben, unterm Dachjuchhe,
von der ich Mond und Sterne sah.

Hier sitze ich oft und sollte lernen,
doch schau´ ich lieber zu den Sternen,
denke dabei an meine Lieben,
die in der Heimat sind geblieben.

In den Straßen Lichterglanz,
aus den Diskos dröhnt Musik zum Tanz,
kühle Luft dringt in mein Zimmer,
zum Lernen komm´ ich heute nimmer.

Ich denk´ an das Mädchen aus der Fakultät,
zum Essen ist es jetzt zu spät,
die Bücher werden zugeschlagen,
ich gehe ins Bett, mit leerem Magen.

Einsam, in einer fremden Stadt,
nicht viel Geld und oft nicht satt,
stets müde, doch immer wissbegierig,
das macht den Alltag oftmals schwierig.

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