Verzeihung/Entschuldigung



Streit

Man möchte Gutes tun von Herzen

Dem Vater, der schon sehr betagt

Will ernst ihn nehmen und auch scherzen

Selbst dann noch, wenn er sich beklagt

 

Doch was, wenn er nur unversöhnlich

In längst vergangnen Jugendsünden

Herumwühlt, um dann für gewöhnlich

Den Ausgangspunkt zum Streit zu finden

 

Ein jeder denkt, er sei im Recht

Der Blutdruck steigt, die Stimme auch

So, dass man aus der Haut fahrn möcht

Und schmerzhaft rebelliert der Bauch

 

Es fehlt die Kraft, sich stets zu wehren

Untaten sind schon längst verjährt

Man möchte gern den "Alten" ehren

Doch wie - wenn er sich nur beschwert

 

Wird stets gebohrt nur in der Wunde

Kann sich das Herz nur schwer erwärmen

Und schade ists um jede Stunde

In der wir uns noch mehr verhärmen

 

Statt gleichermaßen einzusehen

Dass keiner von uns frei von Schuld

Könnt man versöhnlich dazu stehen

Vergebung zeigen in Geduld

 

Gelesen: 193   
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AUTOR:

Ich lebe in Franken und stöbere auch gerne in Gedichten und Geschichten anderer Autoren herum.
Schreiben, malen, lesen, Musik, die Natur und einige gute Freunde.... das ist das, was ich mag.


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6 KOMMENTARE



10. Mai 2018 @ 19:56

Hallo Ingrid

Ich bin jemand der Streit aus dem Weg geht und wenn man so einen unversöhnlichen Knochen vor sich hat
da braucht man ne Menge Geduld und will Unfrieden vermeiden , obwohl es in einem gärt .
Eine blöde Situation und die Menschen die das durchmachen müssen sind nicht zu beneiden .
Lieben Gruß Heike.
Ich glaube bei "Haut " hat sicht das " a " aus dem Staub gemacht .

Hab dir einen Kommentar geschrieben zu Olle Schinken und wollte mich für das viele Lob bedanken- ist bis jetzt noch nicht aufgetaucht .


10. Mai 2018 @ 20:14

Da fällt mir sofort ´sturer, alter Bock´ ein, Ingrid. Muß ja irgendwo herkommen, das
Wort-Trio...Na ja, glücklicherweise sind nicht alle ´ollen Zausel´ so. Mein Opa, eine
Etage höher, also: einstweilen im Himmel, der war ziemlich cool. Eigentlich immer, oder: fast immer. Nur wenn ich Knirps mich an seinem geliebten Rost-Käfer zu schaffen machte, die Luft rausließ und er zum x-ten Mal mit dem Bummelbus zur Arbeit tuckern mußte, dann
war abends Pulle offen.
Sorry, Opa...)))

Bleib fit.
Ahoi Ralph


11. Mai 2018 @ 08:05

Hallo Ralph,
du hast die richtige Wortwahl getroffen. Er war ein Narzisst. Hat mich über seinen Tod ( 2016 ) hinaus noch bestraft.
Dein Opa kann froh sein, ihm nicht zu begegnen - er bewohnt wahrscheinlich das Untergeschoß. Fazit: ich kann nicht um ihn trauern. Dafür war Mama eine ganz liebe.......
Schönen Tag noch
Ingrid


11. Mai 2018 @ 08:19

Liebe Heike,
danke, dass du auf der H(a)ut warst.
Mein Leben lang wollte ich eine gute Tochter sein und alles war nicht gut genug für ihn, den narzisstischen Vater.
Selbst nach seinem Tod hat er mich noch verletzt. Aber jetzt ist alles gut - ich bin frei .
Und wenn ich deine Gedichte lese, vergesse ich alles Unheil.
Es grüßt dich herzlich Ingrid


13. Mai 2018 @ 11:02

Liebe Ingrid, Dein Gedicht hat mich an frühere Zeiten erinnert. Ich hatte eine sehr streitsüchtige Mutter, der man nichts rechtmachen konnte. Oft hat sie monatelang nicht mit mir gesprochen. Erst als Pflegefall wurde sie milder und wir haben uns versöhnt. Ihr Kommentar: Du bist so ein ganz besonderer Mensch. Das hat mir richtig gut getan.Einen schönen Sonntag und viele liebe Grüße Hanni


13. Mai 2018 @ 16:40

Das freut mich für Dich, Hanni. Nach dem, was Du mitgemacht hast, konntest Du wenigstens einen guten Abschluss finden.

Mein Vater hat mir leider keine Gelegenheit zur Versöhnung gegeben - ich kam nicht an ihn ran. Dafür haben Menschen aus meiner Verwandtschaft die Gelegenheit genützt ( die sich nie um ihn gekümmert hatten), sich einzuschleichen. Als er nach einem Schlaganfall im sterben lag, war nur ich im Krankenhaus. Trotz allem habe ich ihm eine würdevolle Beerdigung gestaltet. Ohne unser Verhältnis zu beschönigen.
Einen schönen Tagesausklang wünscht Dir Ingrid
.


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