Wie eine Wellen reitende Nuss
schaukelt das Kind im Uterus,
fühlt sich glücklich und geborgen
kennt weder Kummer noch Sorgen.
Doch als neun Monate vergehen
setzen ein die starken Wehen,
das Kind wird geschoben, gepresst,
bis es seine Bleibe verlässt.

Das Neugeborene schreit und kräht,
ja völlig außer sich gerät
beim Eintritt in die „neue Welt“,
die ihm auf Anhieb nicht gefällt
ist sie doch kalt und auch so leer,
es spürt den warmen Halt nicht mehr,
denn außerhalb von Mutters Schoß
fühlt es sich ungeschützt und bloß.

Doch kaum entschlüpft dem Uterus
spürt es der lieben Mutter Kuss,
Arme, die es sachte wiegen,
helfen Ängste zu besiegen.
Bald schaut es mutig in die Welt,
die ihm nun doch ganz gut gefällt
und blinzelt seiner Mutter zu,
gönnt sich und ihr nun endlich Ruh.

(c) Ingrid Baumgart-Fütterer

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